Wie entstehen Warzen?

Wie entstehen Warzen?

Die meisten Warzenarten werden durch sogenannte Humane Papillomviren hervorgerufen. Diese Viren können sowohl durch direkten Hautkontakt als auch indirekt über Gegenstände wie zum Beispiel Handtücher übertragen werden. Feuchte, aufgeweichte Haut begünstigt eine Infektion. Bei Dellwarzen sowie bei Alterswarzen liegen andere Ursachen zugrunde: Dellwarzen werden durch bestimmte Pockenviren ausgelöst, Alterswarzen sind im Gegensatz zu den sogenannten Viruswarzen nicht ansteckend und gelten als typische Alterserscheinung.

Woher kommen Warzen?
Humane Papillomviren als Haupt-Erreger

Woher kommen Warzen? Bei Warzen handelt es sich in der Regel um eine Virusinfektion.

Zu den wichtigsten Warzenviren zählen die Humanen Papillomviren (auch Humane Papillomaviren, kurz „HPV“ oder „HP-Viren“). Man unterscheidet heute mehr als 100 HPV-Typen.

Diese Viren gelangen über kleinste Mikroverletzungen in die Haut oder die Schleimhaut. Im Bereich der Eintrittsstelle der Viren kommt es zu einer Zell-Vermehrung. Im Rahmen der Inkubationszeit von zwei bis neun Monaten bildet sich dort eine dicke Hornhaut bzw. Hautwucherung – die Warze entsteht.

Gut zu wissen: Die bei Kindern besonders häufig auftretenden Dellwarzen werden nicht durch Humane Papillomviren, sondern durch ein Pockenvirus hervorgerufen (Molluscum-contagiosum-Virus). Daher haben Dellwarzen auch den Namen „Mollusken“.

Übertragung von HP-Viren: Infektionswege

Die Infektion mit Warzenviren kann sowohl direkt als auch indirekt erfolgen:

  • Direkter Hautkontakt
  • Indirekt über infizierte Gegenstände (z. B. Handtücher, Waschlappen, Rasierapparat, Spielzeug etc.) oder infizierte Flächen (Fußboden, Türklinken)
Gut zu wissen: Feuchte und aufgeweichte Haut (durch Wasser oder Schwitzen) ist besonders anfällig für HP-Viren. Wer in öffentlichen Bädern oder Saunen barfuß läuft, hat daher ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Das Gleiche gilt für Sportler, die nach einem schweißtreibenden Training barfuß die Umkleide betreten.

Lesen Sie hier mehr über begünstigende Risikofaktoren.

Wichtig: Warzenviren können durch Kontaktinfektion auch von einer Stelle des Körpers auf eine andere übertragen werden (Selbstansteckung). Warzen sollten daher möglichst nicht berührt bzw. aufgekratzt werden. Bei Warzenbefall sollten Handtücher nach Gebrauch bei 60 Grad gewaschen werden.

Genitale HP-Viren als Erreger von Feigwarzen

Genitale HP-Viren können sich unsichtbar in den Haut- und Schleimhautzellen verbergen und werden unter anderem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen.

Sie können harmlose, aber unangenehme Genitalwarzen (Feigwarzen) hervorrufen.

Kondome können das Risiko einer Infektion zumindest zu einem gewissen Grad senken.

Wichtig: Bestimmte Hochrisiko-HP-Viren können unter gewissen Umständen die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) begünstigen und werden auch in Zusammenhang mit anderen Krebsarten genannt. Eine HPV-Impfung kann schützen! Sie wird für Jungen und Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren (vor dem ersten Sexualkontakt) empfohlen.

Sonderfall Alterswarzen

Alterswarzen sind eine normale Alterserscheinung der Haut und werden nicht durch Viren ausgelöst.

Im Gegensatz zu den virusbedingten Warzenarten sind sie nicht ansteckend und demnach im medizinischen Sinne nicht behandlungsbedürftig. Werden Alterswarzen allerdings als kosmetisch störend empfunden, können sie von einem Hautarzt entsprechend entfernt werden.

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